Tatort Stadion 2 in Münster http://tatortstadionms.blogsport.de Rassismus im Fussball Wed, 01 Dec 2010 14:58:07 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Tatort Stadion 2 – ein kleines Fazit der Deviants Ultras http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/12/01/tatort-stadion-2-ein-kleines-fazit-der-deviant-ultras/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/12/01/tatort-stadion-2-ein-kleines-fazit-der-deviant-ultras/#comments Wed, 01 Dec 2010 14:54:29 +0000 Administrator Allgemein http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/12/01/tatort-stadion-2-ein-kleines-fazit-der-deviant-ultras/ Tatort Stadion 2 – ein kleines Fazit der Deviants Ultras
Als wir im Sommer auf die Idee gekommen sind, die Fortsetzung der Tatort Stadion Ausstellung nach Münster zu holen, konnten wir nur Vermutungen anstellen wie diese hier in unserer Stadt angenommen werden würde. Natürlich war es von Anfang an unser Ziel mit dieser Ausstellung nicht nur Leute aus unseren Reihen zu erreichen, sondern auch Menschen ohne Fußballbezug für die Ausstellung zu gewinnen.

Wie wollten wir das erreichen?
Zusammen mit unseren MitorganisatorInnen, der Allgemeine Studierendenausschuss der Fachhochschule Münster (kurz AStA), der Antifaschistischen Bildungsinitiative Münsterland, sowie dem Stadtteilhaus Lorenz Süd und mobim (Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie) versuchten wir neben der Ausstellung verschiedene Themen rund um die Ausstellung in Form von Vorträgen, Workshops und Filmen zu veranschaulichen und attraktiver zu machen. Ein paar Wochen später stand dann glücklicherweise auch das Rahmenprogramm für die dreiwöchige Ausstellungszeit, welche neben einer Eröffnungsgala und dem Ausklang insgesamt mit sechs Vorträgen auftrumpfen konnte. Nachdem schließlich auch noch mit dem SpecOps ein weiterer Ausstellungsort gefunden wurde, via Internetblog und Flyern fleißig Werbung gemacht wurde, raste die Zeit bis zum 18. Oktober auch nur so dahin und die Ausstellung konnte endlich in Münster eröffnet werden. Erfreulicherweise durfte man neben Spielern und Vereinsvertretern unseres Sportclubs insgesamt 70-80 Besucher und Besucherinnen im Lorenz Süd willkommen heißen, darunter auch Thomas Jannßen von BAFF, der die Anwesenden mit einer kurzen Rede begrüßte.

Wie gestalteten sich die Vorträge?
Nach der entspannten Eröffnungsgala folgte am darauf folgenden Mittwoch der erste Vortrag im Lorenz Süd zum Thema: Fußballfans, Ultras und die extreme Rechte. Hier wurden tatsächlich sämtliche Besucherzahlen übertroffen und das Lorenz Süd war mit mehr als 100 Leuten brechend voll. Schön, dass sich auch einige bekannte Gesichter aus dem Preußenstadion diesen Vortrag herausgepickt und vorbeigeschaut haben! Während es ja bereits in der letzten Omertàausgabe einen Bericht über den Vortrag gegeben hat, kann und muss man sicherlich noch einmal erwähnen, dass es möglich war mit verschiedenen Mitgliedern anderer Ultràgruppen über das Thema zu diskutieren und sich in Ruhe auszutauschen. Ganz ohne Stress und ohne Nervereien – auch so kann es gehen liebe Freunde und Freundinnen.
Natürlich wäre es an dieser Stelle zu viel des Guten jeden Vortrag einmal zusammenzufassen und ein extra Fazit zu ziehen. Insgesamt kann man aber sagen, dass das eingangs erwähnte Ziel auf jeden Fall erreicht worden ist und jeweils ganz verschiedene Leute entweder ins Lorenz Süd oder ins SpecOps gelockt werden konnten und die Leute wirkliches Interesse an der entsprechenden Thematik und der Ausstellung gezeigt haben. Egal, ob es um die zahlreichen und verschiedenen Symbole und Codes der Neonaziszene, um Vorratsdatenspeicherung, Sexismus im Fußball oder um Migration ging, konnte man im Nachhinein jedes Mal eine anschließende Diskussion einleiten und sich mit ganz verschiedenen Menschen austauschen. Insgesamt wurden also, je nach Thematik, zwischen 30-100 Leuten (meistens um die 60) erreicht und die Ausstellung somit mit Leben gefüllt. Darüber hinaus konnten mehrere Workshops in das Programm eingebaut werden, die (wenn man dem ausgelegten Gästebuch zur Ausstellung glauben schenken darf) allesamt abwechslungsreich und gut waren. Und das machen wir auch einfach mal.

Was kann man über die Fortsetzung von Tatort Stadion sagen?
Während die Premiere von Tatort Stadion als „1968 für den DFB“ bezeichnet wurde, in über 200 Städten gezeigt und erstmals die Probleme im deutschen Fußball angesprochen hat, hat sich die Fortsetzung den neuen Problemfeldern angepasst und überzeugt textlich sowie bildlich. Nun geht es natürlich immer noch um Diskriminierung, doch wurde dies ausgedehnt und beispielsweise Sexismus und Homophobie in Fußballstadien konkret thematisiert. Hinzu kann man sich auf den 24 Ausstellungstafeln auch über die Aktivitäten von Autonomen Nationalisten und vieles mehr informieren. Abgerundet wird das ganze durch zahlreiches Lese – und Anschauungsmaterial, wo man sich jeweils intensiver mit einem Thema auseinander setzen konnte. Also bleibt hier ein durchweg positives Fazit über Tatort Stadion 2 im Allgemeinen zu ziehen, und den Leuten, die die Ausstellung umgesetzt haben, für ihre Mühe zu danken. Es hat sich wirklich gelohnt.

Tatort Stadion in Münster – was ist unser Fazit?
Die letzten Sätze könnte man theoretisch direkt auch auf das gesamte Fazit für die drei Wochen der Ausstellung in Münster beziehen. Denn, auch wenn es die meisten Leute nur am Rande mitbekommen haben (wenn überhaupt) steckte Unmengen an Arbeit und Zeit darin die Ausstellung nach Münster zu holen und hier umzusetzen. Von der Idee bis zur Umsetzung, von den großen zu den kleinen Problemen, alles musste geplant und geklärt werden. Die Tatsache, dass alles durchweg reibungslos geklappt hat bestätigt hoffentlich diese Mühe. Eine Bestätigung ist es natürlich ebenso, dass es bereits Anfragen von anderen Städten nach unserem Konzept und der Idee gibt, so dass es schön wäre, wenn die Ausstellung verbunden mit einem bunten Rahmenprogramm auch in anderen Städten der Bundesrepublik in Zukunft umgesetzt wird.
Abschließend geht noch ein Dankeschön hinaus an alle Besucher und Besucherinnen der Ausstellung, natürlich für die interessanten Vorträge, somit also an alle ReferentInnen und insbesondere an die MitorganisatorInnen, mit denen man gemeinsam diese drei Wochen umsetzen durfte. Ein letztes Dankeschön geht noch an das Lorenz Süd und das SpecOps für die Unterbringung der Ausstellung!

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WM-TV mit Bericht zu Tatort Stadion in Münster http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/11/05/wm-tv-mit-bericht-zu-tatort-stadion-in-muenster/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/11/05/wm-tv-mit-bericht-zu-tatort-stadion-in-muenster/#comments Fri, 05 Nov 2010 09:36:48 +0000 Administrator Allgemein Presse http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/11/05/wm-tv-mit-bericht-zu-tatort-stadion-in-muenster/ Der Lokalsender WM-TV berichtete in einer Sendung vom 4.11.2010 über „Tatort Stadion 2″ in Münster. Seht und hört mehr:

    http://www.wmtv-online.de/nc/nachrichten/muenster/nachricht/artikel/ausstellung-in-muenster-diskriminierung-und-sexismus-im-fussball.html
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Vortrag mit Nicole Selmer http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/11/01/vortrag-mit-nicole-selmer/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/11/01/vortrag-mit-nicole-selmer/#comments Mon, 01 Nov 2010 21:08:15 +0000 Administrator Allgemein Termine http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/11/01/vortrag-mit-nicole-selmer/ Mittwoch, 3. November 2010, 19.00 Uhr, Stadtteilhaus Lorenz Süd
Sexismus!? Das ist beim Fußball eben so!
Ein Nein zu Rassismus gehört mittlerweile bei den meisten Fankurven und Vereinen zum Selbstverständnis – etwas anders sieht es jedoch bei Sexismus aus. Was ist das überhaupt? Wer bestimmt, wo Sexismus anfängt? Und überhaupt: Gehört das nicht irgendwie zum Fußball dazu? In der Veranstaltung geht es um diese Fragen, aber auch um das durchaus vorhandene Engagement verschiedener Fans und Fangruppen gegen Sexismus im Fußball.
Nicole Selmer ist selbst Fußballfan von Borussia Dortmund, schreibt seit einigen Jahren zum Thema Fußball & Geschlecht und ist im Netzwerk „F_in – Frauen im Fußball“ aktiv.

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Lesung&Vortrag mit Gerd Dembowski http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/28/lesungvortrag-mit-gerd-dembowski/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/28/lesungvortrag-mit-gerd-dembowski/#comments Thu, 28 Oct 2010 14:26:06 +0000 Administrator Allgemein Termine http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/28/lesungvortrag-mit-gerd-dembowski/ Gleich für zwei Veranstaltungen haben wir Gerd Dembowski an diesem Wochenende eingeladen. Los geht es am Freitagabend mit „Fußball vs. Riot Folk“ um 20 Uhr im SpecOps und Sonntag folgt ein Vortrag zum Thema „Fußball, Migration und vielfältige Identitäten in Deutschland“ um 18 Uhr im Lorenz Süd.

Freitag, 29. Oktober 2010, 20.00 Uhr, Kulturcafé SpecOps
Fußball vs. Riot Folk. Lesung, Gesang, Antitainment
Fußball und Folk bedeuten für Gerd Dembowski Verzweiflung und Trotz, Reisen und Flucht. Dembowski berichtet von einer absurden Begegnung mit dem FBI, wie er einmal einen Fabrikbrand in der Geisterstadt Cairo, Illinois verhinderte und nach einem Sprung von einem Frachtzug beinahe an einem leeren Wasserturm verdurstete. Was das alles mit Fußball zu tun hat? Auf jeden Fall ergibt das keine sture Lesung. Lasst euch überraschen.
Gerd Dembowski ist Sozialwissenschaftler, lebt in Berlin und unterwegs, spricht manchmal für das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) und hat 2009 eine ausgiebige Lesereise in den USA unternommen. Demnächst erscheint Soccer vs. The State von Gabriel Kuhn, in dem er einige Beiträge hat.

Sonntag, 31. Oktober, 18.00 Uhr, Stadtteilhaus Lorenz Süd
Fußball, Migration vielfältige Identitäten in Deutschland
MigrantInnen hissen zur WM 2010 in Berlin-Neukölln die größte schwarz-rot-goldene Flagge und jubeln dem „Multikulti“-Team des DFB zu. Alles prima im „Schland“? Inwieweit repräsentiert der Fußball gelebte „Integration“?
Gerd Dembowski gibt vor allem einen Einblick in die Kluft zwischen der Top11 des deutschen Fußballs und migrantische Selbstorganisation im Amateurfußball, in Vorurteile und Konflikte, die sich darum ranken. Als Macher der Ausstellung „BallArbeit“ berichtet er ebenso über gefühlte Diskriminierung bei MigrantInnen. Auch die kosmopolitischen Wurzeln des Fußballs hierzulande werden beleuchtet. Und aus seinem neuen Buch „Der Ball ist bunt. Fußball, Migration und die Vielfalt der Identitäten in Deutschland“ wird er auszugsweise lesen, z.B. aus Interviews mit Mirko Slomka, Halil Altintop und Patrick Owomoyela.
Gerd Dembowski ist Sozialwissenschaftler, lebt in Berlin und unterwegs, spricht manchmal für das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) und ist Mitglied der AG Fandialog bei DFB/DFL.

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Vortrag: Reclaim Your Data! http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/25/vortrag-reclaim-your-data/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/25/vortrag-reclaim-your-data/#comments Mon, 25 Oct 2010 12:18:20 +0000 Administrator Allgemein Termine http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/25/vortrag-reclaim-your-data/ Mittwoch, 27. Oktober 2010, 19.00 Uhr, Kulturcafé SpecOps
Reclaim Your Data!
Was haben kritische JournalistInnen, politische AktivistInnen, MigrantInnen und Fußballfans gemeinsam? Über sie alle werden seit Jahren in der ganzen EU
Datensammlungen aufgebaut – in der Regel unkontrolliert und mit weitreichenden Folgen für die Betroffenen. Wie tief der Sumpf wirklich ist und was konkret im Einzelfall dagegen unternommen werden kann, zeigt dieser Vortrag.
Mit Referenten des AK Vorratsdatenspeicherung Münster

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Presse zum Vortrag „Fußballfans, Ultras und die extreme Rechte“ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/25/presse-zum-vortrag-fussballfans-ultras-und-die-extreme-rechte/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/25/presse-zum-vortrag-fussballfans-ultras-und-die-extreme-rechte/#comments Mon, 25 Oct 2010 09:45:01 +0000 Administrator Allgemein Presse http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/25/presse-zum-vortrag-fussballfans-ultras-und-die-extreme-rechte/ Hier ein Artikel aus der Münsterschen Zeitung vom 23.10.2010 zum Vortrag Fußballfans, Ultras und die extreme Rechte am zurückliegenden Mittwoch.

„Münstersche Zeitung, 23.10.2010″

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Vortrag: Das Versteckspiel http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/22/vortrag-das-versteckspiel/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/22/vortrag-das-versteckspiel/#comments Fri, 22 Oct 2010 09:13:11 +0000 Administrator Allgemein Termine http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/22/vortrag-das-versteckspiel/ Sonntag, 24. Oktober 2010, 18.00 Uhr, Stadtteilhaus Lorenz Süd
Das Versteckspiel: Codes, Symbole & Lifestyle der extremen Rechten
Symbole und Codes in der neonazistischen Szene haben eine enorme Bedeutung für ihre TrägerInnen. Sie teilen verdeckt oder offen eine politische Orientierung mit und sind für die meisten Außenstehenden eine Fremdsprache. Verbote werden zumeist kreativ umgangen, die allerwenigsten der präsentierten Symbole sind strafrechtlich relevant. Dennoch sagen sie einiges über diejenigen aus, die sie sich zu eigen machen. Jürgen Peters, beleuchtet die in der neonazistischen Szene verwendeten Codes, Symbole und Bekleidungsmarken und analysiert sie im Kontext eines entsprechenden Lifestyles. Hierbei geht er auch auf die noch recht neue Erscheinungsform der „Autonomen Nationalisten“ ein, deren Dresscodes und Habitus sich innerhalb der neonazistischen Szene immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Mit Jürgern Peters, Bildungsreferent des „Antirassistischen Bildungsforums Rheinland“ (ABR)

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Workshop am 02.11.2010 http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/21/workshop-am-02-11-2010/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/21/workshop-am-02-11-2010/#comments Thu, 21 Oct 2010 15:07:55 +0000 Administrator Allgemein Termine http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/21/workshop-am-02-11-2010/ Umgang mit Rechtsextremismus und Rassismus in Sportvereinen
Erscheinungsformen erkennen, Argumente finden, Handlungssicherheit gewinnen

Workshop am 02.11.2010, 13.00-16.00 Uhr im Stadtteilhaus Lorenz-Süd
Teilnahme ist kostenfrei

An vielen Vereinen, besonders Jugendarbeit, gibt es gute Ideen und Projekte, aber auch Bedarfe und „blinde Flecken“. Viele Sportvereine sind skeptisch: Dürfen und können wir uns überhaupt deutlich positionieren? Sport und Politik, gehört das zusammen?
Im Gespräch und mit dem Expertenwissen der Teilnehmer/innen und der mobim-Mitarbeiter sollen Fragen aufgeworfen und Impulse gegeben werden, die sich rund um Rechtsextremismus und Rassismus, aber auch um Demokratieförderung und Toleranz drehen. Mögliche Themen, über die ein Austausch in Arbeitsgruppen stattfinden soll, können sein:
Wie erkenne ich rechte Kleidung, Codes und Musik? Wie kann der Verein darauf reagieren?
Thematisierung im Verein – Projektarbeit mit Jugendlichen oder Aufgabe des Vorstands?
Wie können wir auf ausgrenzende und diskriminierende Äußerungen beim Training oder bei Spielen reagieren?
Fühlen sich unsere Mitglieder bei uns wohl? Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es? Wo kann Demokratie „gelebt“ werden?

Der Workshop richtet sich an Aktive in Sportvereinen und alle anderen im Bereich des Sports Engagierten.

Anmeldungen und Infos bei Michel Boße: bosse[a]stadt-muenster.de, Tel.: 02 51 / 2 37 96 23

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Presse zur Eröffnung http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/21/presse-zur-eroeffnung/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/21/presse-zur-eroeffnung/#comments Thu, 21 Oct 2010 15:02:49 +0000 Administrator Allgemein Presse http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/21/presse-zur-eroeffnung/ Anbei das Presseecho zur Eröffnungsgala von Tatort Stadion 2 in Münster am Montag, den 18.10.2010.

„Westfälische Nachrichten, 18.10.2010″
„Münstersche Zeitung, 18.10.2010″
„Hallo Münster, 20.10.2010″
„Münstersche Zeitung, 20.10.2010″
„Website SC Preußen Münster 06″

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Tatort Stadion in Münster eröffnet! http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/19/tatort-stadion-in-muenster-eroeffnet/ http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/19/tatort-stadion-in-muenster-eroeffnet/#comments Tue, 19 Oct 2010 19:47:34 +0000 Administrator Allgemein Presse http://tatortstadionms.blogsport.de/2010/10/19/tatort-stadion-in-muenster-eroeffnet/

Am Montag wurde die Ausstellung Tatort Stadion 2 in Münster mit einer kleinen Gala eröffnet. 70 Besucher und Besucherinnen nutzten die erste Chance, sich die Ausstellung bei Musik, Speis und Trank anzuschauen.
Thomas Jannßen von BAFF begrüßte die Anwesenden mit einer kurzen Rede, die hier nachzulesen ist.
Am Mittwoch geht es mit dem ersten Vortrag über Fußballfans, Ultras und die extreme Rechte weiter.

Presse:
„Oft fängt es mit Sprüchen an: Fußballfans gegen Diskriminierug“

Rede:
Liebe Besucherinnen und Besucher von Tatort Stadion 2 in Münster, liebe Veranstalterinnen und Veranstalter,

Tatort Stadion 2 ist in Münster angekommen, und darüber freuen wir uns ganz besonders. Wir, das sind die Leute vom Bündnis aktiver Fußballfans BAFF, die diese Ausstellung gestaltet haben. Vor etwa einem Monat bekamen wir das Programm der Ausstellung hier, und seitdem sind wir immer wieder begeistert, was in Münster alles auf die Beine gestellt wird. Workshops, sechs ausgesprochen interessante Veranstaltungen in knapp drei Wochen, das ist eine ganze Menge – Respekt! Wir freuen uns, unser Baby in so einem so anregenden Umfeld zu sehen.

Tatort Stadion 2 ist – das sagt der Name schon, die Fortsetzung von Tatort Stadion. Als diese Ausstellung 2003 in meiner Heimatstadt Bremen zu Gast war, war ich 17 und fuhr gerade seit einem Jahr regelmäßig zum Fußball. Rückblickend kann ich sagen, dass mich diese Ausstellung nachhaltig geprägt hat, und ich habe den Eindruck, dass es einigen, die heute aktiv sind, so geht.

Gelegenheit, die Ausstellung zu sehen, gab es auch genug. Seit 2001 durchlief sie fast 200 Stationen im gesamten deutschsprachigen Raum. Dabei half sie vielerorts, in den einzelnen Gruppen die Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung anzustoßen oder zu vertiefen. Das Engagement dabei kam von der Basis – also von den Fans und eben nicht vom DFB oder einzelnen Profivereinen.

Vor allem der DFB spielte damals eine unrühmliche Rolle, als er Zitate seines damaligen Präsidenten Mayer-Vorfelder nicht in der Ausstellung sehen wollte. Unter Theo Zwanziger stellt sich der Verband hier ganz anders dar: So äußert sich der DFB heute deutlich gegen Homphobie und Antiziganismus – Formen von Diskriminierung, die in den 90er Jahren noch kaum ein Thema waren.

Auch wenn man nicht jede gute Entwicklung der letzten 10 Jahre Tatort Stadion zuschreiben kann – die Ausstellung hat viel bewegt. Und so ist vieles, was auf den – mittlerweile auch arg mitgenommenen – Tafeln steht, heute nicht mehr aktuell. Allerdings nicht, weil Diskriminierung abgeschafft worden wäre: Sie ist weiterhin sehr verbreitet, auch wenn sie in den letzten Jahren nicht mehr so offensiv zu Tage trat. Eine neue Ausstellung musste also her.

Dem Anspruch, heikle Themen anzusprechen, sahen wir uns dabei weiterhin verpflichtet. Tatort Stadion 2 soll Diskussionen anregen: sei es über Strukturen innerhalb von Ultragruppierungen, die Raum für Männlichkeitskult und dämliches Reviergehabe bieten. Über den vermeintlich friedlichen Party-Patriotismus zu internationalen Fußballturnieren. Oder über die Geringschätzung gegenüber Frauen, die Fußball spielen oder auf den Rängen ihr Team unterstützen.

Gerade in Bezug auf die Fans, aber auch auf den DFB ist es uns aber auch wichtig, Engagement gegen Diskriminierung zu würdigen. Wir freuen uns, dass wir auf nahezu allen Tafeln davon berichten können, was gegen Diskriminierung getan wird. Gerade über junge Fußballfans wird allzu häufig nur im Kontext von Gewalt und Randale berichtet. Ein problematisierender Diskurs um die Ultrakultur beherrscht die Medien, aber auch den sportpolitischen Kontext. Tatort Stadion wirft einen positiven Blick auf diese Szenen und zeigt, wie viele junge Leute den Fußball mit einem – wie wir finden – sehr positiven gesellschaftspolitischen Engagement verbinden.
Denn auch wenn es im Untertitel „Fußball und Diskriminierung“ heißt: Es geht hier um Probleme, die in der gesamten Gesellschaft eine Rolle spielen. Im Fußball werden sie nur deutlicher. Über Diskriminierung beim Fußball zu reden heißt für uns, über die Gesellschaft zu reden.

Ziel von Tatort Stadion 2 ist also nicht ein weichgespülter Fußball, sondern ein Stadion, eine Gesellschaft, in der jede und jeder unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht und was auch immer Platz findet. Ziel ist ein Fußball und eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung von Menschen, die offen für andere sind und ihnen mit Respekt begegnen.

In diesem Sinne wünschen wir: Viel Erfolg hier in Münster!

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